2019

 

2018

 

2017

Die Schützenkapelle Holzheim unter Marius Galvin nach dem Wertungsspiel 2017 in Roggenburg

2017_sk_gruppe_gross.jpg

 

2016

Nach kurzer schwerer Krankheit mussten wir Josef Rau am 12. Februar zu Grabe tragen. Am 23. Mai hatten wir wohl den schwersten Gang, den die Schützenkapelle bisher gegangen ist. Wenn aus den aktiven Reihen plötzlich jemand fehlt ist dies fast unerträglich. An diesem Tag mussten wir Rudi Pietschmann nach langer schwerer Krankheit zu Grabe tragen. Am 24. Mai gab die Schützenkapelle Karl Behringer aus Neuhausen das letzte Geleit.

Unser Xaver Stadler erhielt am 26.Februar aus den Händen  der  Bayerischen Staatsministerin für Europaangelegenheiten Beate Merk und Landrat Torsten Freudenberger, das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für besondere Leistungen um das Ehrenamt überreicht. 
Das Osterkonzert stand unter dem Motto "Start Wars" und wurde anstelle der Ansagen mit eigens produzierten Videoeinspielern moderiert - zur Besten Unterhaltung unseres Publikums.

2015

 

2014

Am Wertungsspiel in Illerberg nahmen wir unter der Leitung von Marius Galvin am 12. April teil und erzielten dabei in der Mittelstufe einen 1. Platz mit sehr gutem Erfolg. Unser jährliches Osterkonzert in der Schulsporthalle fand am 20.April statt. Neben der Jugendkapelle unter der Leitung von Josef Pietschmann hatten wir die "Singgruppe Wir-r-sing“ aus Vöhringen zu Gast.

Diverse Auftritte wurden wieder bestritten, darunter das Starkbierfest in Gannertshofen, Dorffest Messhofen, Gartenfest Aufheim, Blech am Bach Attenhofen und eine Musikerhochzeit (Marita und Stefan).

In diesem Jahr war das absolute Highlight unsere Reise durch die USA. Zuerst ging es nach New York zur Steubenparade, anschließend zu den Niagara Fällen. In der Windy City Chicago spielten wir im Hofbräuhaus auf und machten eine interessante Stadtführung. Anschließend ging es aufs Land in den mittleren Westen nach Grinell, Iowa. Unser Dirigent Marius Galvin kennt den dortigen Leiter des College Orchesters (Eric McIntyre) und wir gaben zusammen mit dem Studentenorchester ein Konzert, zum einen konzertant und zum anderen original Volkstümlich (Böhmischer Traum!). 
Das war eine Reise, die uns allen noch lange in Erinnerung bleiben wird.

2014_NY_Gruppenbild.jpg

 

2013

2012 gruppenbild1

Das Jahr 2013 stand ganz im Zeichen der Vorbereitung und Durchführung für das Musiker- und Schützenfest 2013, verbunden mit einem Bezirksmusikfest und einem Gauschießen des Schützenvereins. Hiermit wollen die Holzheimer Musiker und Schützen das blasmusikalische und sportliche Schaffen für mehrere Tage in den Mittelpunkt des gemeindlichen Geschehens rücken und neue Motivation für die Zukunft schaffen. An dieser Stelle wollen wir folgenden Personen unseren Dank aussprechen: den Holzheimer Musikern für ihr Engagement, den bisherigen Dirigenten: Ferdinand Kirsch (†), Ferdinand Gebhard, Josef Pietschmann, Harald Weber, Reiner Hammerschmidt und Marius Galvin für ihr segenreiches Wirken und den seitherigen Vorständen: Josef Ade (†), Xaver Stadler, Josef Wegele und Andreas Stadler für ihr umsichtiges Walten. Beim Festakt wurden 3 aktive Musiker zu Ehrenmitgliedern ernannt. Xaver Stadler und Josef Wegele wurden zum Ehrenvorstand ernannt und Xaver Schweigart zum Ehrendirigenten.

 

2012

Beim alljährlichen Osterkonzert musste Reiner Hammerschmidt leider aus beruflichen Gründen sein Dirigentenamt abgeben. Mit Marius Galvin, einem gebürtigen Südafrikaner, hat die Schützenkapelle aber einen würdigen Nachfolger gefunden. Mit ihm wird die Schützenkapelle ihren musikalischen Werdegang weiter ausbauen. Auch gesanglich konnte sich die Schützenkapelle präsentieren, was auch ein Verdienst unseres Gesangsduos Franziska Schweigart und Joachim Wegele ist. Neben Rammingen, Finningen und Holzschwang war die Kapelle auch beim Stadtfest in Vöhringen, beim Oktoberfest in Hörenhausen und Ulm als Stimmungsmacher unterwegs.

 

2011

Der erste KKK-Faschingsnachmittag im Schützenheim wurde gefeiert. Anstatt eines Osterkonzerts wurde erstmals ein Konzert der anderen Art veranstaltet, die Schützenkapelle stellte ihr aktuelles Sommerprogramm vor. Beim Wertungsspiel in Aufheim errang die Kapelle in der traditionellen Blasmusik einen 1. Rang mit Auszeichnung. Wiederum bestritt man viele öffentliche Auftritte, wie z.B. Rammingen, Schießen, Reutti, Holzschwang, Roth und das Mindelstechen in Burtenbach. Beim Stimmungscup des Ulmer Oktoberfestes erreichte die Schützenkapelle einen ersten Platz. Der Ausflug führte die Musiker in diesem Jahr nach Hohenschwangau mit anschließender Wanderung auf die Rohrkopfhütte.

 

2010

2010 gruppenbild 2

Das Jahr 2010 begann sehr traurig. Josef Ade, unser Ehrenvorstand und Gründungsmitglied, wurde am 19. Februar zu Grabe getragen. Als Gründungsvorstand leitete er 10 Jahre lang die Geschicke der Kapelle. Bis ins hohe Alter stand er mit Rat und Tat der Schützenkapelle zur Seite.

Im April desselben Jahres konnte die Kapelle erstmals in ihrer Geschichte einen 1. Rang mit sehr gutem Erfolg in der Oberstufe beim Wertungsspiel in Mindelzell erreichen.

Nach vielen schönen Jahren auf dem Kellerberg bei Neuhausen wurde das traditionelle Vatertagswaldfest auf den Rathausplatz nach Holzheim verlegt und heißt von nun an „Vatertagsbiergarten“. Für Unterhaltung sorgte man in Rammingen, Finningen, Kettershausen und wiederum beim Winzerfest in Wiesloch.

 

2009

Ein Jahr mit Auftrittsrekord. Mit über 45 öffentlichen großen Auftritten war die Schützenkapelle das ganze Jahr musikalisch auf Reisen. Zu den größten Auftritten zählten das Frühlingsfest in Rammingen, Saumarktfest Ulm, Schlossparkfest Autenried, Kinderfest Leipheim, Opel-Blitzfest in Holzheim, Winzerfest Wiesloch vor mehr als 2000 Zuschauer, 1. Oktoberfest in Mannheim und das Konzert mit der Modern-Music-School Neu-Ulm in der Holzheimer Schulsporthalle.

 

2008

Zu Gast beim Osterkonzert war in diesem Jahr die Stadtkapelle Wiesloch unter der Leitung von Harald Weber, unseres ehemaligen Dirigenten. Musikalisch unterwegs war man unter anderem auf der Landesgartenschau in Neu-Ulm, Frühlingsfest in Ersingen, Dorffest Reutti, Marktfest Pfaffenhofen und beim Weinfest in Schießen. Im Oktober wurde ein Blasmusikevent mit der Kapelle Makos in der Schulturnhalle abgehalten.

 

2007

Im April nahm man am Wertungsspiel in Nersingen teil und errang in der Mittelstufe einen 1. Rang mit Auszeichnung. Wiederum fanden zwei Musiker der Kapelle den Weg zum Traualtar. Beim Stimmungswettbewerb im Bubenhausen konnte die Schützenkapelle einen großen Erfolg erzielen. Zu Fernsehaufnahmen war eine Gruppe der Kapelle in München. Mit Marianne und Michael (bekannt aus Funk und Fernsehen) wurden Werbeaufnahmen gemacht. Der Jahresausflug führte an den Spitzingsee.

 

2006

Nach 15-jähriger Tätigkeit übergab Harald Weber am Osterkonzert den Dirigentenstab an den aus Burtenbach stammenden, Reiner Hammerschmitt.

Neben zwei Musikerhochzeiten war die Kapelle bei zahlreichen Festen im ganzen Landkreis unterwegs, wie z.B. in Attenhofen bei Blech am Bach, Dorffest Kadeltshofen und beim Schützenfest in Gruibingen. Bürgermeister Franz Wegele brachte man zu seinem 60. Geburtstag ein Ständchen und der neue Dirigent feierte seinen Einstand im Musikerheim in Burtenbach.

 

2005

Als Festkapelle präsentierte sich die Schützenkapelle beim 75. Vereinsjubiläum des TSV-Holzheim. Neben Auftritten beim Dorffest in Reutti, Finningen, Steinheim und in Holzschwang wurden auch zwei Konzerte gegeben. Im September musste die Kapelle von ihrem Ehrendirigenten Ferdinand Kirsch Abschied nehmen. Im Alter von 78 Jahren verstarb er nach langer Krankheit. Die Kapelle hat Ferdinand Kirsch viel zu verdanken, war er nicht zuletzt auch der Gründungsdirigent der Schützenkapelle.

 

 

 

2004

2004

Das Jahr 2004 stand dann ganz im Zeichen des 40-jährigen Bestehens der Schützenkapelle, die gemeinsam mit dem Hauptverein, dem Schützenverein, dessen 100-jähriges Bestehen feierte. Mit einem Bezirksmusikertreffen wurde ein Fest gefeiert, welches seinesgleichen suchte. Trotz aller Festivitäten kam auch das Musikalische nicht zu kurz. So war die Kapelle zu Gast bei einem Galakonzert im Palatin zu Wiesloch, der Heimat ihres 1. Dirigenten.

 

 

1999 bis 2003

2000

Bereits die fünfte Teilnahme beim Münchner Oktoberfest 1999 wurde ein Höhepunkt der Kapelle, ebenso ein kultureller Ausflug nach Hamburg verbunden mit einem Musical Besuch. Im neuen Jahrtausend konnten wir unserer Patenkapelle der Trachtenkapelle Illerzell zu ihrem Vereinsjubiläum gratulieren. Durch ihren Dirigenten Harald Weber wurden im Jahr 2001 die freundschaftlichen Beziehungen zur Musikkapelle Gehrden bei Hannover bei einem Besuch gepflegt. Auch nahm man am Wertungsspiel in Roggenburg teil. Bereits im Sommer 2003 wurde das 40-jährige Bestehen der Schützenkapelle mit einem Sommerfest vor dem Schützen- und Musikerheim gefeiert. Begonnen mit einem Jubiläumskonzert am Ostersonntag, gefolgt von einem musikalischen Abend: Rückblick auf 40 Jahre Blasmusik, an dem sich neben der Schützenkapelle selbst auch die neugegründete, aus Ehemaligen, Gründungsmitgliedern und lang gedienten Musikern bestehende, „Alte Hasen“-Kapelle präsentierte.

 

 

1989 bis 1998


1992

Mit einer Fanfarengruppe, die man wieder aufleben ließ, war man 1989 zu Gast in Bamberg auf der Altenburg. 1990 kündigte der damalige Vorstand Josef Wegele bei der Mitgliederversammlung des Schützenvereins die schon in Planung stehende Baumaßnahme eines Probenraumes an das bestehende Schützenheim an. Ganz im Zeichen des Dirigentenwechsels stand 1991 das Osterkonzert in der Schulsporthalle. Der bisherige Dirigent Josef Pietschmann übergab den Taktstock an den aus Wiesloch bei Heidelberg stammenden Harald Weber. Auftritte in Gundelfingen oder Neu-Ulm folgten.

Nach langen Verhandlungen mit Land, Landkreis und Gemeinde konnte im März 1992 mit dem Bau des neuen Musikerheims begonnen werden. Und im Mai desselben Jahres wurde schon Richtfest gefeiert. Einen großen Erfolg konnte man beim Wertungsspiel in Steinheim im Jahr 1993 erzielen, musikalisch war man beim 90-jährigen Vereinsjubiläums des Radfahrvereins in Neuhausen, bei den Festen in Neu-Ulm und Steinheim oder Wullenstetten unterwegs. Der Höhepunkt in diesem Jahr war aber wohl die Musikerheimeinweihung. Auch wurde eine 2. Tonträgeraufnahme im eigenen Probenraum durchgeführt. Gemeinsam mit dem MV Pfaffenhofen, MV Beuren und der Schützenkapelle Holzheim wurde eine Marktjugendkapelle gegründet, die unter der Leitung von Ferdinand Gebhard stand.

Das Jahr 1994 stand ganz im Zeichen für das Schützen- und Musikerfest: 90 Jahre Schützenverein und 30 Jahre Schützenkapelle Holzheim. In Tübingen erhielt die Kapelle durch den Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker die PRO-MUSICA-Plakette, welche eine 100-jährige Blasmusiktradition in Holzheim auszeichnet. Nach 10-jähriger Amtszeit übergab Josef Wegele das Amt des 1. Vorstandes an den heutigen Vorstand Andreas Stadler ab.

Auftritte in Langenau, Beimerstetten, Neu-Ulm, Finningen und Weißenhorn standen 1995 auf dem Terminplan. Zum ersten Mal wurde ein Adventskonzert in der Holzheimer Kirche „St.Peter und Paul“ abgehalten. Jugendleiter Josef Pietschmann übernahm von Ferdinand Gebhard 1996 die Leitung der Marktjugendkapelle. In Wiesloch bei Heidelberg, der Heimat unseres 1. Dirigenten Harald Weber waren wir musikalisch auf Reisen. 1997 beteiligte sich die Schützenkapelle Holzheim beim Wertungsspiel in Gerlenhofen und wurde auch im Wettstreit mit vier anderen Musikkapellen zur besten Stimmungskapelle gewählt.

Zu den Höhepunkten im Jahr 1998 zählte wiederum das Osterkonzert, welches gemeinsam mit der neuformierten Jugendkapelle Pfaffenhofen-Holzheim abgehalten wurde. Zu Gast war man in Beimerstetten, Holzschwang, Nersingen, Pfaffenhofen und Weißenhorn.

 

 

1974 bis 1988

1975  1988

Nachfolger von Josef Ade in der Führung der Schützenkapelle Holzheim wurde 1974 Xaver Stadler, 1975 gab Ferdinand Kirsch die musikalische Leitung an Ferdinand Gebhard weiter, 1976 wurde die Verbindung ins pfälzische Frankweiler geknüpft. Josef Ade wurde zum Ehrenvorsitzenden, Ferdl Kirsch zum Ehrendirigenten ernannt. Unvergessen für alle Musiker war 1977 die 14-tägige Reise der Schützenkapelle Holzheim in die USA und zu den Niagarafällen/Kanada.

Das folgende Jahr 1978 stand im Zeichen der Gründung der Jugendkapelle, die beim Konzert ihr Debüt gab, 1979 sah man die Kapelle beim 57. Lechgau-Trachtenfest in Aktion.

Zünftig spielten 1980 die Holzheim Musiker beim örtlichen Dorffest und beim Neu-Ulmer Bürgerfest im Vorwerk, konzertant wieder 1981 beim traditionellen Osterkonzert und beim ASM-Bezirksmusikfest in Weißenhorn. 1982 komponierte Ferdl Gebhard die „Holzheimer Schützenpolka“, die Karin Lenz-Binder und Franz Wegele gesanglich bei der Uraufführung anlässlich des Jahreskonzerts interpretierten und die in einer Schallplatten- und Kassettenaufnahme in die unterschiedlichsten „Schallarchive“ ging. Drei Tage gastierte die Kapelle in Ürzig an der Mosel. 1983 beging die Schützenkapelle ihr 20-jähriges Gründungsfest mit einem ASM-Bezirksmusikertreffen in großartiger Weise.

Ebenfalls beteiligte man sich an der Produktion einer Schallplatte, die das Musikgeschehen im Landkreis Neu-Ulm wiederspiegeln soll. Im Jahre 1984 wurde Vorstand Xaver Stadler durch Josef Wegele abgelöst. Die Waldfesthütte wurde renoviert, ebenfalls konnte das alte Feuerwehrhaus als Lagerraum ausgebaut werden. Ein eindrucksvolles Erlebnis war 1985 das Gastspiel der Schützenkapelle in Massbach/Unterfranken. Festkapelle war man in Oxenbronn beim Schützenjubiläum, musikalischer Mitgestalter bei Festen in Riedheim, Wullenstetten, Strümpfelbach oder Finningen. 1986 konnte eine durchweg positive Bilanz gezogen werden. Dazu gehörten Erfolge beim ASM-Wertungsspiel in Pfaffenhofen, Auftritte in Frankweiler/Pfalz, Börslingen, Ulm oder Neu-Ulm. Ein denkwürdiges Konzert fand im November statt. Der bisherige Dirigent Ferdinand Gebhard übergab den Taktstock an Josef Pietschmann.

In München beim Oktoberfestumzug 1987 war die Schützenkapelle wieder mit von der Partie, ebenso wirkte man bei den Festen in Schwendi, Großkötz und beim Stadtfest in Neu-Ulm mit.

Schlechte Witterung beeinträchtigte die Mitwirkung beim Papstbesuch in Augsburg. Das Jahr 1988 stand ganz im Zeichen des 25-jährigen Gründungsfestes der Schützenkapelle Holzheim, verbunden mit einem ASM-Bezirksmusiktreffen.

 

 

 

 

 

Gründung der Schützenkapelle 1963

1963 - 1973

1965

Ein neues Kapitel des Holzheimer Musiklebens wurde 1963 aufgeschlagen. Auf Initiative von Schmiedemeister Josef Wegele und Josef Ade wurde die heutige Schützenkapelle gegründet. Am 6. Januar 1963 beschloss der Schützenverein Holzheim gegr. 1904 e.V., eine Musikkapelle aus seinen Reihen zu gründen. Am 29. Januar nahmen 16 blasmusikbegeisterte junge Männer (Johann Madel, Gerhard Pietschmann, Konrad Riesenegger, Johann Stöckle, Karl-Heinz Kölle, Franz Wegele, Rudolf Giertler, Erwin Hartmann, Albert Stadler, Konrad Hiller, Karl-Heinz Jehle, Roland Pietschmann, Kurt Fahrner, Richard Hartmann, Fritz Sonntag und Franz Willbold) unter der organisatorischen Leitung von Josef Ade und der musikalischen Leitung von Ferdinand Kirsch, Illerzell, ihre Probentätigkeit im Gasthaus „Schreiber“ auf.

Sie konnten sich bereits am Volkstrauertag desselben Jahres öffentlich als „Schützenkapelle“ präsentieren. Mit viel Engagement und Begeisterung, vor allem von Seiten des Ausbilders und Dirigenten Ferdl Kirsch, formte sich nach und nach eine Kapelle, die sich in den folgenden Jahren bei vielen Auftritten bewährte, nicht zuletzt auch deshalb, weil sich immer mehr junge Leute der Blasmusik verschrieben.

Höhepunkte waren 1964 das Mitwirken beim 60-jährigen Gründungsjubiläum des Holzheimer Schützenvereins, 1965 das erste Wertungsspiel beim ASM-Musikfest in Bubenhausen, sowie das Gründungsfest im neu angeschafften Trachtenanzug, 1966 das gegebene Weihnachtskonzert in der TSV-Halle und 1967 das 1. Vatertagswaldfest auf dem Kellerberg, mit dem eine alte Tradition wieder auflebte.

Ganz nebenbei festigte sich die Kapelle bereits 1965 als Unterabteilung des Schützenvereins mit eigener Vorstandschaft unter der Leitung von Josef Ade. Eine ausgezeichnete Kameradschaft, neu mitmachende Blasmusikfreunde, großzügig gewährte Unterstützungen ideeller und finanzieller Art und vor allem die Persönlichkeit Ferdl Kirsch motivierten die Kapelle, sich stetig aufwärts zu entwickeln. 1968 war man bereits Festkapelle in Altheim/Weihung und Strümpfelbach/Remstal und 1969 spielte man erstmalig in der Mittelstufe beim Münchner Oktoberfestumzug mit. Der erste Auslandsaufenthalt in Zams/Österreich schloss sich an, 1972 der zweite dort und 1973 wurde das schon erwähnte 10jährige Gründungsfest der Schützenkapelle mit einem ASM-Musikertreffen erfolgreich organisiert.

  

Das musikalische Leben in Holzheim vor 1963

Es ist ein Verdienst der schon verstorbenen Lehrer Wilhelm Hölzle (Holzheim) und Dr. Wilhelm Eberle (Nürnberg), dass über das örtliche Musikleben aus früheren Zeiten relativ viel bekannt ist. Ihre 1923/24 veröffentlichten Aufsätze „Von Dorfmusikanten und ihrem Spiel“ beziehungsweise „Von schwäbischen Schulmännern und ihrer Zeit“ bezeugen örtliches Musizieren in Holzheim und Neuhausen schon seit 1722, als ein Johannes Wi(e)ser als „Choraula“, d.h. Flötenspieler ausgewiesen wurde.

 In der Festschrift zum 10-jährigen Jubiläum der Schützenkapelle Holzheim 1973 wurden die o.g. Schriften eingehend benützt, um die Holzheimer Musik-Tradition von ihren nachweisbaren Anfängen erneut zu dokumentieren, bis hin zur Gründung der Schützenkapelle 1963 und der folgenden 10 Jahre. Eidesstattliche Erklärungen von Musikern der ehemaligen Blaskapelle Leiner aus Holzheim, die von Ottmar Leiner (1832 – 1902) mitbegründet und bis zum Tode von Andreas Leiner 1963 Bestand hatte, untermauern die musikalische Tradition im Ort, obwohl die Blaskapelle niemals zu einem eingetragenen Verein gehörte.

Es ist dem verstorbenen Ehrenvorsitzenden der Schützenkapelle Holzheim, Josef Ade, zu verdanken, dass in mühevoller Arbeit und fast lückenlos von 1821 bis 1922 Auszüge aus den Kirchenrechnungsbüchern der hiesigen Pfarrgemeinde zusammengestellt werden konnten, um die Namen der Holzheimer Musiker jener Zeit für das Archiv der Schützenkapelle zu sichern. Festgehalten sind Auftritte der Musiker und getätigte Anschaffungen oder Instrumentenreparaturen.

In den verschiedenen Chroniken der alten Holzheimer bzw. Neuhauser Vereine, wie Veteranen-, Gesang-, Radfahr-, Schützen- oder Turnverein, konnte das Wirken dieses Klangkörpers noch bis zum 2. Weltkrieg nachvollzogen werden. Manche Holzheimer oder Neuhauser Hochzeit wurde vom Spiel der Musikanten umrahmt, manchen Dorfbewohner hat es auf seinem letzten Gang begleitet. Weiterhin bestehen Aufzeichnungen aus Vereins- und Gemeindebüchern von 1949 bis 1963, die dokumentieren, dass die Leiner Kapelle unter ihrem letzten Dirigenten Andreas Leiner bei verschiedenen Vereinsfesten und kirchlichen Anlässen aufspielte.

Vorstände und Dirigenten

Vorstände der Schützenkapelle:

1963 - 1973: Josef Ade († 2010)
1974 - 1983: Xaver Stadler
1984 - 1994: Josef Wegele
1995 - jetzt: Andreas Stadler

 

Dirigenten der Schützenkapelle:

1963 - 1975: Ferdinand Kirsch († 2005)
1976 - 1986: Ferdinand Gebhard
1986 - 1991: Josef Pietschmann
1991 - 2005: Harald Weber
2006 - 2011: Reiner Hammerschmidt
2012 - 2017 : Marius Galvin
2017 - jetzt : Robert Stadler